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Engagement

Engagement 2018

Ein Weg der kleinen Schritte

Das Jahr 2018 war für mich ein Jahr des Verlustes und der Zäsur. Mein Engagement vollzog sich in kleinen Schritten, in Alltäglichkeiten, eher nebenbei.

Trotz des Todes unserer geliebten Bertha, verlor ich nicht den Rest der Welt aus den Augen. Es gab Projekte, beruflich und sozial, die mehr als Professionalität und Zeit benötigten. Es brauchte dieses kleine bisschen mehr Einsatz und Motivation.

 

Oft vermisse ich genau diese minimalen Anstrengungen und notwendigen Überlegungen um mich herum. Es ist ein allgemeiner Egoismus und selbstverliebte Egozentrik zu spüren. ICH scheint mehr und mehr das Unwort des Jahres zu werden.

 

Engagement fängt vor der Fleisch- und Wursttheke an. Muss es schon wieder Schnitzel & Co sein? Wir wissen doch alle, wer den Preis für diese Hammerangebote wirklich zahlen muss. Dann geh doch zu …

 

Engagement zeigt sich beim Kauf der Winterjacke und Strickmütze. Müssen es Daunen und Echtpelz sein? Kennen wir nicht alle die Berichte der bestialischen Haltung und brutalen Tötung von leidensfähigen Lebewesen?

 

Engagement beginnt, wenn ich nicht nur das Wohl des eigenen Kindes, sondern auch das des schwächsten Glieds in der Kinderhortgruppe oder Schulklasse im Auge habe. Es reicht schon oft, den Nachwuchs zu motivieren, besonders freundlich und höflich zu denen zu sein, die es nicht so gut haben.

 

Engagement heißt nicht, die erste und einfachste Erklärung und Nachricht zu schlucken, sondern raus zu gehen und mit denen, die vermeintlich so anders sind, zu sprechen und ihnen – vor allem -zuzuhören.

 

Engagement heißt über den eigenen Tellerrand zu schauen und das, was darauf liegt, zu teilen.

 

2019 bietet unzählige Möglichkeiten all dies zu tun – Tag für Tag.